CANYON LÄUTET MIT V2X-FÄHIGEM E-BIKE EIN NEUES ZEITALTER DER KOOPERATIVEN MOBILITÄT EIN

Mit der Implementierung eines Vehicle-to-Everything-Kommunikationssystems im Roadlite:ON V2X Konzept-Bike präsentiert Canyon ein leistungsfähiges, serienreifes E-Bike für die Straßen der Zukunft.

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Embargo bis 16:00 MESZ am Montag, dem 22. Juni 2026: Die Koblenzer Fahrradmarke Canyon hat ein bahnbrechendes Konzept-E-Bike vorgestellt, das mit einer integrierten Vehicle-to-Everything-Schnittstelle (V2X) ausgestattet ist. Beim Canyon Roadlite:ON V2X, das mit Unterstützung der Volkswagen Group erprobt wurde, wurden die neuesten Connectivity-Standards der Autoindustrie erstmals vollständig auf ein serienreifes E-Bike übertragen.

Die Technologie soll dazu beitragen, die wachsende Ungleichheit in der Verkehrssicherheit zu bekämpfen. In den letzten zehn Jahren sind Autos immer sicherer geworden, und die Todesfälle bei Autoinsassen sind gesunken. Bisher konnte die Fahrradbranche jedoch nicht mit der Autoindustrie mithalten, und die Zahl der Radfahrenden, die auf unseren Straßen ums Leben kommen oder schwer verletzt werden steigt.

Durch die Einführung der Vehicle-to-Everything-Technologie (V2X) werden Autos dank direkter Echtzeit-Kommunikation miteinander und mit der Infrastruktur noch sicherer. Dank Canyon könnten demnächst auch Radfahrende von V2X profitieren. Mit dem V2X-fähigen Roadlite:ON Konzept-Bike, das auf der Eurobike vorgestellt wird, demonstrieren die Koblenzer ihre Vision für die kooperative Mobilität für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden und zum Schutz von Radfahrer:innen vor schweren Unfällen.

Eine Weltpremiere...

Das Canyon Roadlite:ON V2X ist das erste serienreife E-Bike mit der neuesten Kommunikationstechnologie aus der Autoindustrie.

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Die V2X-Technologie ermöglicht die gegenseitige Erkennung von Fahrzeugen und kompatibler Infrastruktur ohne Sichtkontakt – zum Beispiel, wenn an der nächsten Kreuzung ein Auto mit hohem Tempo aus einer nicht einsehbaren Straße kommt.

  • Warnung an Autofahrer:innen: Mit einem V2X-Nano-Board (von nfiniity entwickelt und mit der Automobil-Testsoftware „CANoe.Car2x“ von Vector getestet), das am Unterrohr des Fahrrads angebracht ist, sowie der V2X/GPS-Antenne im Steuerrohr kann das Roadlite:ON Signale senden, sodass Fahrer:innen über Displays im Fahrzeug auf die Anwesenheit von V2X-Fahrrädern hingewiesen werden.
  • Warnung an Fahrradfahrer:innen: Nähert sich ein Auto, warnt das E-Bike Fahrer durch eine haptische Vibration im Lenkergriff sowie durch eine visuelle Benachrichtigung auf seinem verbundenen Smart-Gerät (Smartphone, Smartwatch oder Fahrradcomputer).
  • Smarte Infrastruktur: Das Bike kann mit kompatibler Infrastruktur kommunizieren, die derzeit in Deutschland und den Niederlanden erprobt wird, um beispielsweise eine „grüne Welle“ für den Radverkehr zu ermöglichen.
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Die Grundlage für das Konzept-Bike bildet das Roadlite:ON, ein E-Bike aus Carbon mit kompaktem Singlespeed-Riemenantrieb und Bosch Nabenmotor sowie einem Bosch E-Bike-Akku, der das V2X-System auch dann noch mit Energie versorgt, wenn der Ladestand für die Motorunterstützung nicht mehr ausreicht.

Weitere Sicherheitsfunktionen sind das dynamische Bremslicht und ein Radarsystem, das andere Verkehrsteilnehmende über die Intentionen des Riders in Kenntnis setzt und vor zu kurzem Abstand warnt.

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Dr. Victor Casas Melo, Entwicklungsingenieur bei Canyon, erklärt: „Mobilität ist nur so sicher wie der verwundbarste Verkehrsteilnehmende. Mit dem Roadlite:ON V2X haben wir die V2X-Technologie aus der Perspektive des Fahrrads erforscht, um Herausforderungen wie eine hohe Positionsgenauigkeit und zuverlässige Kommunikation zu überwinden und die erforderlichen Komponenten klein genug zu halten, um sie in einen Fahrradrahmen einbauen zu können.“

„Mit dieser Technologie bekommen Fahrräder eine Stimme, und dadurch leisten wir im Interesse der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden einen aktiven Beitrag zur kooperativen Mobilität.“

Branchenweite Implementierung: Wann kommen V2X-Bikes auf die Straße?

Der Rollout von V2X findet bereits statt. Schon heute fahren neue Autos mit dieser V2X-Technologie auf europäischen Straßen — in Deutschland gehört Car2X beispielsweise beim Volkswagen ID.7 zur Serienausstattung und ist als Option für den Golf sowie den brandneuen, elektrischen ID. Polo erhältlich, zum Beispiel bei der VW-Cupra- und der VW-ID-Reihe. Zudem laufen bereits Pilotprojekte, die Busse und die städtische Infrastruktur einbeziehen. Außerdem setzt sich die branchenübergreifende „Coalition for Cyclist Safety“ als Zusammenschluss führender Verkehrssicherheitsexperten für eine weitere Verbreitung der V2X-Technologie ein. Konkret stellt sich die Frage, wann V2X-Anwendungen mit spezifischem Fokus auf den Schutz von Radfahrenden eingesetzt werden. Solange nicht mehr Fahrräder mit V2X ausgestattet sind, gibt es wenig Anreize für Autohersteller, diesen Anwendungsfall zu priorisieren. An dieser Stelle setzt Canyon an.

Damit V2X wirklich einen positiven Effekt hat, muss die Technologie in der Fahrradbranche von mehr Akteuren akzeptiert werden. Mit unserem Showcase möchten wir andere Marken dazu inspirieren, V2X zu implementieren. Je mehr Fahrrad- und Autohersteller die Technologie einbauen, desto sicherer können unsere Straßen werden.

„Das Roadlite:ON V2X ist eine Einladung an alle Nutzer:innen oder Stakeholder von geteilten Straßen (einschließlich Autoherstellern, Infrastrukturbetreibern und Städteplanern), die Implementierung von Anwendungsfällen voranzutreiben, die vulnerable Verkehrsteilnehmende und insbesondere Radfahrer und Radfahrerinnen schützen.“ – Dr. Victor Casas Melo, Entwicklungsingenieur bei Canyon.

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Wo kann ich mehr über das Roadlite:ON V2X herausfinden?

Auf der Eurobike 2026, die vom 24. bis zum 27. Juni in Frankfurt stattfindet, wird Canyon das Roadlite:ON V2X in Halle 11.0, Stand B50 und im Außenbereich F12, Stand B52 präsentieren.

NOTES TO EDITORS:

1. Pressematerial

2. Hintergrundinfos zur Aussage, dass die Zahl der getöteten oder schwer verletzten Radfahrenden steigt:

  • In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückten Radfahrer:innen allein in Deutschland um 20% gestiegen, während im selben Zeitraum die Zahl der tödlich verunglückten Autoinsassen und-insassinnen um 35% zurückgegangen ist (Quelle: Statistisches Bundesamt).
  • Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) war 2025 jedes sechste Todesopfer im Straßenverkehr ein:e Radfahrer:in (16,4%). Gegenüber 2015 entspricht das einem Anstieg von 20,6%.
  • Laut Europäischem Verkehrssicherheitsrat kamen 2024 auf europäischen Straßen 1.926 Radfahrende ums Leben. Das entspricht rund 10% aller Verkehrstoten in der EU. Laut Polizeistatistiken haben schwere Verletzungen bei Radfahrenden zwischen 2014 und 2024 um 12% zugenommen, während EU-weit 65% der Todesfälle bei Radfahrenden durch Unfälle mit Kraftfahrzeugen verursacht werden.

2. V2X in der Automobilindustrie

Es gibt in Europa bereits rund 2–3 Millionen V2X-fähige Autos. Mehrere große Automobilhersteller und Zulieferer implementieren Vehicle-to-Everything-Technologie (V2X) in ihren Fahrzeugen, die eine Echtzeit-Kommunikation zwischen Autos, Infrastruktur, Fußgänger:innen und der Cloud ermöglicht, um für mehr Sicherheit, Effizienz und Mobilität zu sorgen. Zu den Vorreitern in Sachen V2X-Technologie gehören Toyota, Ford, BMW, Mercedes-Benz, die Volkswagen Group, Hyundai und Kia.

Die Coalition for Cyclist Safety ist ein wachsender, branchenübergreifender Verband, der sich für die weltweite Ausweitung der V2X-Technologie für mehr Verkehrssicherheit einsetzt.

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